06/10 Peter Brunner Interview im Salz & Pfeffer
Der heutige Journalismus oder zumindest Peter Brunners Verständnis davon - und er ist da wohl nicht ganz alleine - ist Antitrend. Oder wieso gäbe es sonst Weblogs?
S&P: Die Züritipp Leser verschlingen Ihre Kolumnen ja geradezu.
Brunner: Da habe ich ein Vorbild, wenn Sie es genau wissen wollen.
S&P: Ja?
Brunner: Mein Vater. Er war Chefredaktor des Zürcher Kirchenboten. Dort hatte er auch eine Kolumne. Die hiess aus H.H.B.s Notizbuch. Er hiess Hans Heinrich und schilderte darin kleine Episoden von unserem Familientisch. Das war die meistgelesene Seite der Zeitung. Mit diesem etwas Biederen, Persönlichen, unheimlich Subjektiven und Herzlichen darin. Ein völliger Antitrend zum heutigen Journalismus, der oft genug sehr salopp und schnudrig und schnodrig daherkommt.



