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<wml xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head><meta http-equiv="Content-Type" content="text/vnd.wap.wml;charset=ISO-8859-1"/></head><card id="main" title="KAYWA"><p><big>Itadakimasu</big><br/>Essen + Trinken<br/></p><p><small>17.7.2006,&#xA0;21:01</small><br/><b><a href="http://gohan.kaywa.com/mobile/verschiedenes/a-different-way-of-cutting-the-cake.html">A different way of cutting the cake</a></b></p><p>[<a href="http://gohan.kaywa.com/files/images/2006/7/30/mob153_1153162892.gif">bild</a>]<br/></p><p>Die Mutter des Jubilars sah bedenklich auf die Kaffeetafel mit den pr&#xE4;chtig aufgeschnittenen Kuchen. Nach einer Weile sagte die Mutter und ich h&#xF6;rte es: "Ich schneide Kuchen nach Bedarf auf". Es war deutlich, was ihr nicht gefiel: Die Vielzahl der vorschnell und vielleicht vergeblich (beziehungsweise umsonst) aufgeschnittenen Kuchen - und das unangenehme Gef&#xFC;hl, dass die verfr&#xFC;ht aufgeschnittenen Kuchen der Eintrocknung und wom&#xF6;glich der Vernichtung anheim fielen.<br/>
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Ich merkte, wie mich nach wenigen Minuten eine melancholische Verstimmung &#xFC;berkam, und ich wusste auch warum. Ich kannte den Satz der Frau - "Ich schneide Kuchen nach Bedarf auf" - so &#xE4;hnlich von meiner Mutter. Sie verwendete den Satz mit einer kleinen Abweichung: "Ich schneide Kuchen nach Wunsch auf." Meine Mutter sagte den Satz bei &#xE4;hnlichen Anl&#xE4;ssen mit dem gleichen Hintergrund: Die Vorsorge sollte dem erwartbaren Verbrauch angemessen sein. Man sollte, wenn die Leute voraussichtlich gar keinen Hunger haben, nicht derartig viele Kuchen gleichzeitig aufschneiden. Genau so dachte auch meine Mutter.<br/>
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Ich habe den Satz w&#xE4;hrend meiner Jugend - und auch sp&#xE4;terhin - oft geh&#xF6;rt. Und eines Tages bereitete mir der Satz eine ungeplante Erleuchtung. Ich verstand pl&#xF6;tzlich, dass der Satz ein Ausdruck des gesamten emotionalen Haushalts meiner Mutter war. Sie gab Gef&#xFC;hle oft nur dann frei, wenn es f&#xFC;r sie einen Bedarf oder einen Wunsch gab. Bedarf und Wunsch sch&#xE4;tzte sie freilich selbst ein. Ich muss nicht lange ausf&#xFC;hren, dass diese Bedarfseinsch&#xE4;tzungen sp&#xE4;rlich ausfielen. Vermutlich lag (und liegt) diese Sp&#xE4;rlichkeit in der Logik der Gef&#xFC;hle: Wer diese nach selbst eingesch&#xE4;tztem Bedarf vergibt, leidet gewiss nicht unter Anf&#xE4;llen von Verschwendung.
Wilhelm Genazino, Der Verdacht gegen das Totsein im Leben<br/>
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Heute habe ich obiges gelesen und ich fand, dass es sehr gut passen w&#xFC;rde zu diesem Bild vom Kuchen. Ich habe mir deshalb erlaubt, diese l&#xE4;ngere Passage ungek&#xFC;rzt zu zitieren. Ich hoffe Wilhelm Genazino und die NZZ verzeihen es mir.<br/>
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Wieso habe ich &#xFC;berhaupt dieses Foto gemacht? Gibt es denn etwas Banaleres als eine Kuchen aufzuschneiden?<br/>
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F&#xFC;r mich sind diese kleinen Details wichtig (<a href="http://roger.kaywa.ch/mobile/weblogs-die-ich-mag/ldk-juns-based-on-a-true-story.html">weshalb ich auch dieses Blog liebe</a>), denn hier werden Br&#xFC;che an den N&#xE4;hten sichtbar, werden Fragen aufgeworfen. Der Text von Genazino zeigt dies sehr sch&#xF6;n.<br/>
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Die Art des Kuchenschneidens auf obigem Foto war f&#xFC;r mich etwas &#xDC;berraschendes, und hat mich einige Zeit schon sinnieren lassen. Faszinierend daran sind sicher die Biographeme, die diese Art des Kuchenschneidens in der Romandie, in der famili&#xE4;ren Tradition und in der Vergangenheit verankern. Nat&#xFC;rlich gibt es praktische Erw&#xE4;gungen, die h&#xF6;chst sinnvoll erscheinen, den Kuchen so zu schneiden und nicht, wie ich es mir gew&#xF6;hnt bin, in gleichf&#xF6;rmige Teile. Trotzdem - gerade weil diese Art des Kuchenschneidens doch eher marginaler Natur ist - erkl&#xE4;rt der "praktische" Aspekt eigentlich wenig bis nichts.<br/>
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Wenn jemand mehr zur Geschichte und Kultur des Kuchenschneidens weiss, w&#xFC;rde es mich sehr freuen, sie oder er hinterliesse hier einen Kommentar.<br/>
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PS: <a href="http://gohan.kaywa.com/mobile/exturl/http/www.wilton.com/wedding/cakeinfo/cuttingguide.cfm">Ich habe folgendes gefunden - und vielleicht ist es ja so, dass der Brauch des Hochzeitkuchenschneidens &#xE0; la Wilton</a> bei meiner Kuchenschneiderin &#xFC;ber die famili&#xE4;re Tradition ins allgemeine Kuchenschneiden Einzug gehalten hat. Das bleibt aber vorerst eine vage Hypothese. Weitere Beispiele des Hochzeitskuchenschneidens wie diese <a href="http://gohan.kaywa.com/mobile/exturl/http/www.earlenescakes.com/cakeservinst.htm">Technik hier</a> entkr&#xE4;ften allerdings die Hypothese bereits wieder.&#xA0;</p><p><small><a href="http://gohan.kaywa.com/mobile/verschiedenes/a-different-way-of-cutting-the-cake.html">Kommentare</a>&#xA0;(2)
        <br/>Kategorie:&#xA0;<a href="http://gohan.kaywa.com/mobile/verschiedenes">Verschiedenes</a><br/></small></p><p><a href="http://gohan.kaywa.com/mobile/p212.html">&#xAB; zur&#xFC;ck</a>
	   	 &#xA0;|&#xA0;
	   	 <a href="http://gohan.kaywa.com/mobile/p210.html">weiter &#xBB;</a></p><p align="center"><br/>- KOMMENTARE -</p><p><b>nathalie</b><br/>19.07.2006, 15:42<br/>wie kann ich mit Roger in kontakt kommen?<br/>
gruss Nathalie<br/><br/><b>Irene</b><br/>30.07.2006, 11:10<br/>Ich habe gar nicht gewusst, dass "Kuchenschneiden" soviel M&#xF6;glichkeiten bietet, verbal und technisch...!<br/><br/></p><p>1-2&#xA0;/&#xA0;
			  2<br/></p><p align="center"><br/>- KOMMENTAR VERFASSEN -</p><p><fieldset>Name<br/><input name="commentauthor" emptyok="true"/><br/>Email<br/><input name="commentauthoremail" emptyok="true"/><br/>Url<br/><input name="commentauthorurl" emptyok="true"/><br/>Kommentar<br/><input name="commentcontent" emptyok="true"/><br/></fieldset><br/><anchor><go href="http://gohan.kaywa.com/mobile/verschiedenes/a-different-way-of-cutting-the-cake.html" method="post"><postfield name="ID" value="211"/><postfield name="action" value="moblog"/><postfield name="moblog[comments][comment_author]" value="&#36;commentauthor"/><postfield name="moblog[comments][comment_author_email]" value="&#36;commentauthoremail"/><postfield name="moblog[comments][comment_author_url]" value="&#36;commentauthorurl"/><postfield name="moblog[comments][comment_content]" value="&#36;commentcontent"/><postfield name="moblog[comments][comment_autobr]" value="on"/><postfield name="moblog[comments][_submit]" value="OK"/></go>OK</anchor><br/></p><p align="center">- NAVIGATION -</p><p><a href="/mobile">Weblog Home</a><br/><a href="/mobile/latestcomments">Letzte Kommentare</a><br/><a href="/mobile/all">Kategorien</a><br/><a href="/mobile/galleries">Galerien</a><br/><a href="/mobile/blogroll">Links</a><br/><a href="/mobile/archive">Archiv</a><br/><a href="#top">Nach oben</a><br/><a href="#bottom">Nach unten</a><br/><a href="/mobile/about">&#xDC;ber mich</a><br/></p><p align="center">- META-NAVIGATION -</p><p><a href="http://home.kaywa.com/mobile">Portalog Home</a><br/><a href="http://register.kaywa.com/mobile">Registrieren</a><br/><a href="http://help.kaywa.com/mobile">Hilfe</a><br/><a href="http://about.kaywa.com/mobile">Impressum</a><br/><a href="http://tos.kaywa.com/mobile">AGB</a><br/></p><p>&#xA9; 2004-2006 Kaywa AG. Alle Rechte vorbehalten.</p></card></wml>
