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<wml xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head><meta http-equiv="Content-Type" content="text/vnd.wap.wml;charset=ISO-8859-1"/></head><card id="main" title="KAYWA"><p><big>Itadakimasu</big><br/>Essen + Trinken<br/></p><p><small>23.10.2004,&#xA0;22:21</small><br/><b><a href="http://gohan.kaywa.com/mobile/p61.html">Panforte</a></b></p><p>[<a href="http://gohan.kaywa.com/files/images/2004/10/30/mob48_1098562906.gif">bild</a>]<br/></p><p><a href="http://gohan.kaywa.com/mobile/exturl/http/www-x.nzz.ch/format/broadcasts/transcripts_251_325.html">Unverkennbar: Siena in der Toscana</a>.<br/>
</p><p>Die muschelf&#xF6;rmige Piazza del Campo gilt f&#xFC;r viele als sch&#xF6;nster Platz der Welt.<br/>
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Siena hatte seine Bl&#xFC;tezeit im Mittelalter und in der fr&#xFC;hen Renaissance. Die Stadt ist bekannt f&#xFC;r den Palio, das Pferderennen auf der Piazza del Campo, das im Sommer die Senesen in Aufregung versetzt und Hunderte von Touristen anlockt. Die Senesen sind stolz auf ihre Stadt, nicht zuletzt, weil hier die heutige italienische Hochsprache ihren Ursprung hat.<br/>
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Siena hat sich aber auch einen Namen gemacht als Stadt der S&#xFC;ssigkeiten, deren urspr&#xFC;ngliche Rezepte bis ins Mittelalter reichen. Sie werden auch heute noch produziert, zum Beispiel von <a href="http://gohan.kaywa.com/mobile/exturl/http/www.pasticcerienannini.it/index_engl.htm">Nannini</a>, Sienas bekanntestem Zuckerb&#xE4;cker. Bei Nannini &#x2013; Tochter Gianna wurde als S&#xE4;ngerin, der Sohn als Autorennfahrer weltber&#xFC;hmt &#x2013; bekommt man auch den Panforte, ein typisch senesisches Geb&#xE4;ck.<br/>
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Statement Serena Capaccioli, Qualit&#xE4;tskontrolle Panforte Siena S.p.A.:<br/>
"Das sind die Zutaten f&#xFC;r den urspr&#xFC;nglichen Panforte von Siena. Die Mandeln sind die Hauptsache. Auch der Honig ist wichtig, weil er dem Produkt den Geschmack verleiht. Dann Gew&#xFC;rze wie Muskatnuss und Zimt, kandierte Fr&#xFC;chte, Zitronat, Orangeat, Melone. Zucker und Mehl. Das wird in einem Kessel bei etwa 112&#xB0;C gekocht."<br/>
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Im traditionellen Rezept f&#xFC;r den Panforte Margherita werden zusammen mit Honig und Zucker zuerst die kandierten Fr&#xFC;chte gekocht, nicht zu heiss, damit die Fruchtw&#xFC;rfel fest bleiben. Wie bei andern S&#xFC;ssigkeiten spielen auch hier die Temperatur und der richtige Zeitpunkt eine wichtige Rolle. Dann kommen Mandeln dazu, und zusammen mit Gew&#xFC;rzen und Mehl wird der Teig geknetet.<br/>
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Der Panforte hat seinen Ursprung in der mittelalterlichen Bauernk&#xFC;che. Der Teig war einfach, eine Masse aus Mehl, Wasser, N&#xFC;ssen und Trockenfr&#xFC;chten aus dem Garten. Sp&#xE4;ter entwickelten die Kl&#xF6;ster das Rezept weiter. Im Mittelalter war der Panforte eine nahrhafte und haltbare Speise f&#xFC;r den Winter.<br/>
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Statement Sergio Broggi, Forschung/Entwicklung Panforte Siena S.p.A.:<br/>
"Wichtig war, dass diese Masse zusammen mit Wasser einen S&#xE4;uerungsprozess erfuhr, der dann auch zu l&#xE4;ngerer Haltbarkeit f&#xFC;hrte. Der Geschmack war sehr stark und eher s&#xE4;uerlich, wahrscheinlich kommt auch der Name des Panforte, &#xAB;starkes Brot&#xBB;, davon. Sp&#xE4;ter f&#xFC;gte man der Masse als nat&#xFC;rlichen S&#xFC;ssstoff Honig bei, um den Geschmack und die Haltbarkeit zu verbessern. In der Tat wurden die ersten s&#xFC;ssen panforti &#xAB;panmielati&#xBB; oder &#xAB;panmelati&#xBB; genannt. Nicht wegen der &#xC4;pfel, italienisch &#xAB;mele&#xBB;, was viele dachten, sondern wegen des Honigs."<br/>
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Im Mittelalter kamen aus dem Orient die exotischen Gew&#xFC;rze nach Italien. Pilger und Handelsreisende brachten die Gew&#xFC;rze in die Kl&#xF6;ster. So konnten die Nonnen und M&#xF6;nche den Geschmack ihrer Speisen und damit auch den des Panforte verfeinern.<br/>
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Statement Sergio Broggi, Forschung/Entwicklung Panforte Siena S.p.A.:<br/>
"Diese Gew&#xFC;rze sind noch immer wichtig: die Muskatnuss, die Nelken, die zudem eine heilende Wirkung haben, ferner Zimt, der zwar nicht heilt, aber s&#xFC;ssem Geb&#xE4;ck einen wunderbaren Geschmack schenkt."<br/>
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Heute gibt es die verschiedensten Sorten von Panforte, mit Schokolade, mit Kastanienmehl, mit Weinbeeren oder Pinienkernen. Der Panforte, der hier hergestellt wird, ist der klassische Panforte Margherita. Er besteht aus hellem Mehl, zarten Gew&#xFC;rzen und wird mit Puderzucker &#xFC;berst&#xE4;ubt.<br/>
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Der Panforte ist eigentlich ein winterliches Produkt. Im Sommer sind nur wenige Leute in der Produktion besch&#xE4;ftigt.<br/>
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Der Panforte Margherita hat eine eigene Geschichte. Als die K&#xF6;nigin Margherita 1879 in Siena den Palio besuchte, kreierte ein Panforte-Fabrikant zu ihren Ehren den Panforte Margherita, der bis zum heutigen Tag so heisst.<br/>
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Statement Sergio Broggi, Forschung/Entwicklung Panforte Siena S.p.A.:<br/>
"Alle diese traditionellen Rezepte wurden in Kl&#xF6;stern gesammelt, wo die Gew&#xFC;rzspezialisten dieselbe Funktion aus&#xFC;bten wie heute die Apotheker. So entstand der Beruf des Apothekers, und so entstanden die Apotheken, in denen Gew&#xFC;rze verkauft wurden. Auf der Piazza del Campo zum Beispiel befindet sich die &#xE4;lteste Apotheke von Siena, damals die &#xAB;farmacia parenti&#xBB;."<br/>
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Parenti geh&#xF6;rte neben Pepi und Sapori zu den Apothekern, die als erste die Panforti industriell fabrizierten, und bald entstand eine bl&#xFC;hende Industrie. Auch heute noch ist der Panforte eine Spezialit&#xE4;t, die man &#xFC;berall in Siena findet, und kaum ein Tourist verl&#xE4;sst Siena, ohne den Panforte mindestens probiert zu haben.<br/>
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Quelle: <a href="http://gohan.kaywa.com/mobile/exturl/http/www-x.nzz.ch/format/broadcasts/transcripts_251_325.html">NZZ</a>&#xA0;</p><p><small><a href="http://gohan.kaywa.com/mobile/p61.html">Kommentare</a>&#xA0;(0)
        <br/>Kategorie:&#xA0;<a href="http://gohan.kaywa.com/mobile/default">Warenkunde</a><br/></small></p><p><a href="http://gohan.kaywa.com/mobile/p62.html">&#xAB; zur&#xFC;ck</a>
	   	 &#xA0;|&#xA0;
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