07/3 Kochshows

Rezept- und Kochvideos

Jamie Oliver macht's vor
jamieoliver.com/podcast

m-cooking.ch
Migros kocht vor. Die Videos können als Videocast heruntergeladen werden.

Biolek kocht vor
Videos und andere Rezepte unter alfredissimo.de

12/1 Molekulare Küche mit QR Codes von YAMAMOTO Seiji

Yamamoto Seijis Molekulare QR Code Küche
Bild: Japan Times

Molecular morsels
During chef Seiji Yamamoto's presentation you could hear a pin drop. The audience of chefs gasped as he silk-screened a QR bar-code onto a plate (the secret is squid ink). Behind me, men were awe-struck as he rolled video of a super-refrigerator that makes "liquid ice."

Mehr über YAMAMOTO Seiji:
Ryugin in Roppongi
YAMAMOTO Seiji at Madrid Fusion
el diseño de una salsa como un código de barras (El Pais)
Chadzilla: Even Ferran Adria had a look of awe on his face.
Starchefs: Silkscreen of Squid Ink with Squid Carpaccio by YAMAMOTO Seiji
ryu gin: next wave japanese gastronomy

QR Code Silkscreen

Restaurant
Ryugin (Karte)
7-17-24, Site Roppongi Bldg 1F. Tokyo. Japan.
Tel: +81 3 3423 8006
Öffnungszeiten: 18:00- 2:00.
Sontag geschlossen.

QR Code Food
Bilder: Chow.com


Foodblog Tipp:
chadzilla, "The future of gastronomy belongs to chemistry." Brillat Savarin, 1825
The Japanese Food Report

26/12 QR Code auf Tsukemono-Packung

QR Code auf Tsukemono
Eben schrieb ich noch darüber, da schau ich mir die Tsukemono-Packung, die ich bei Nishi gekauft habe, etwas genauer an und siehe da: QR Codes.

Übrigens, der QR Code führt zur URL: http://it-bill.jp/shin-shin-m/, wie angegeben.

26/11 ARE U QR? - Mobile Tags für lokale Produkte

Treehugger QR Code Picture
Image: Treehugger | Webadresse des QR-Codes

Worldchanging berichtet über den Trend Handys zu benützen, um Esswaren zu identifizieren bzw. auf den Produzenten zurückzuführen (Using Cell Phones for Food Traceability). Nach den Nahrungsskandalen der letzten Jahre mit dem Rinderwahnsinn als Kumulationspunkt, besinnen sich die wohlgenährten Menschen der ersten Welt wieder zurück aufs Lokale und Nahe (siehe Lokal Essen - Eat Local Challenge).

Doch wie weiss ich, wenn ich z.B. im Migros oder Coop stehe, woher das Gemüse oder Geflügel genau kommt? Eine Etikette ist ja schön und gut, aber meist ziemlich nichtssagend. In Japan setzen die lokalen Bauern und Produzenten auf QR-Codes, auch Mobile Tags genannt. Die Verpackungen der Produkte werden mit solchen QR-Codes getaggt:

qrcode

Bild: Link auf die Handy-Version dieses Beitrags, siehe QR-Code Generator

Mit einem Handy, dass eine Dekodierungssoftware für QR-Codes enthält (siehe den Kaywa Reader), kann ich dann diesen QR-Code lesen und direkt via Handy auf eine mobile Site zugreifen.

In Japan hat die Food Safety Commission herausgefunden, dass japanische Konsumenten seit der Einführung der QR-Codes auf Lebensmitteln, die lokalen Produkte den anderen bei weitem vorziehen. Ausländische Produzenten sollten sich dessen bewusst sein bei der Einführung neuer Produkte auf dem japanischen Markt.
Ohne Backstory, auf die einfach - und einfach heisst in diesem Fall mit einem normalen Handy - zugegriffen werden kann, werden es Produkte schwer haben. Die Konsumenten erwarten heute Informationen zum Ort und Zeit der Produktion, zum Produkt und zu den Produzenten (und ohne Foto gehts immer weniger).

PS:
Wie unglaublich faszinierend Landwirtschaft sein kann, z.B. die Reiskultur, kann man auf beste Art und Weise selbst herausfinden im vierstündigen Dokumentarfilm Die Geschichte des Dorfes Magino (Sennen Kizami No Hidokei: Magino-Mura Monogatari, 1987) von OGAWA Shinsuke. Ich habe den Film vor rund 10 Jahren am ersten Vision du Réel von Jean Perret gesehen. Etwas zum Film auf englisch findet man hier.

PS2: Kaywa, wo ich arbeite, stellt den Kaywa Reader her. Mehr dazu im Kaywa Blog.

PS3: ARE U QR? Den Spruch hab ich vom QR-Quiz geklaut, der am Fest von AD stattfand.

PS4: Update: Ich fand gerade noch diesen Artikel zum Thema aus Neuseeland.

22/10 Kulinarische Trends 2006/2007

Culinary Trends 2006

Via Megnut

18/8 Food Shooting

Food & Wine hat ein paar Tipps, wie man Essen fotografiert.

Via Pim

17/7 A different way of cutting the cake

A different way of cutting the cake
Die Mutter des Jubilars sah bedenklich auf die Kaffeetafel mit den prächtig aufgeschnittenen Kuchen. Nach einer Weile sagte die Mutter und ich hörte es: "Ich schneide Kuchen nach Bedarf auf". Es war deutlich, was ihr nicht gefiel: Die Vielzahl der vorschnell und vielleicht vergeblich (beziehungsweise umsonst) aufgeschnittenen Kuchen - und das unangenehme Gefühl, dass die verfrüht aufgeschnittenen Kuchen der Eintrocknung und womöglich der Vernichtung anheim fielen.

Ich merkte, wie mich nach wenigen Minuten eine melancholische Verstimmung überkam, und ich wusste auch warum. Ich kannte den Satz der Frau - "Ich schneide Kuchen nach Bedarf auf" - so ähnlich von meiner Mutter. Sie verwendete den Satz mit einer kleinen Abweichung: "Ich schneide Kuchen nach Wunsch auf." Meine Mutter sagte den Satz bei ähnlichen Anlässen mit dem gleichen Hintergrund: Die Vorsorge sollte dem erwartbaren Verbrauch angemessen sein. Man sollte, wenn die Leute voraussichtlich gar keinen Hunger haben, nicht derartig viele Kuchen gleichzeitig aufschneiden. Genau so dachte auch meine Mutter.

Ich habe den Satz während meiner Jugend - und auch späterhin - oft gehört. Und eines Tages bereitete mir der Satz eine ungeplante Erleuchtung. Ich verstand plötzlich, dass der Satz ein Ausdruck des gesamten emotionalen Haushalts meiner Mutter war. Sie gab Gefühle oft nur dann frei, wenn es für sie einen Bedarf oder einen Wunsch gab. Bedarf und Wunsch schätzte sie freilich selbst ein. Ich muss nicht lange ausführen, dass diese Bedarfseinschätzungen spärlich ausfielen. Vermutlich lag (und liegt) diese Spärlichkeit in der Logik der Gefühle: Wer diese nach selbst eingeschätztem Bedarf vergibt, leidet gewiss nicht unter Anfällen von Verschwendung.
Wilhelm Genazino, Der Verdacht gegen das Totsein im Leben


Heute habe ich obiges gelesen und ich fand, dass es sehr gut passen würde zu diesem Bild vom Kuchen. Ich habe mir deshalb erlaubt, diese längere Passage ungekürzt zu zitieren. Ich hoffe Wilhelm Genazino und die NZZ verzeihen es mir.

Wieso habe ich überhaupt dieses Foto gemacht? Gibt es denn etwas Banaleres als eine Kuchen aufzuschneiden?

Für mich sind diese kleinen Details wichtig (weshalb ich auch dieses Blog liebe), denn hier werden Brüche an den Nähten sichtbar, werden Fragen aufgeworfen. Der Text von Genazino zeigt dies sehr schön.

Die Art des Kuchenschneidens auf obigem Foto war für mich etwas Überraschendes, und hat mich einige Zeit schon sinnieren lassen. Faszinierend daran sind sicher die Biographeme, die diese Art des Kuchenschneidens in der Romandie, in der familiären Tradition und in der Vergangenheit verankern. Natürlich gibt es praktische Erwägungen, die höchst sinnvoll erscheinen, den Kuchen so zu schneiden und nicht, wie ich es mir gewöhnt bin, in gleichförmige Teile. Trotzdem - gerade weil diese Art des Kuchenschneidens doch eher marginaler Natur ist - erklärt der "praktische" Aspekt eigentlich wenig bis nichts.

Wenn jemand mehr zur Geschichte und Kultur des Kuchenschneidens weiss, würde es mich sehr freuen, sie oder er hinterliesse hier einen Kommentar.

PS: Ich habe folgendes gefunden - und vielleicht ist es ja so, dass der Brauch des Hochzeitkuchenschneidens à la Wilton bei meiner Kuchenschneiderin über die familiäre Tradition ins allgemeine Kuchenschneiden Einzug gehalten hat. Das bleibt aber vorerst eine vage Hypothese. Weitere Beispiele des Hochzeitskuchenschneidens wie diese Technik hier entkräften allerdings die Hypothese bereits wieder.

24/6 Obento für die Schweiz von Kotobuki

Obento für die Schweiz von Kotobuki
Artikel im Cash vom 22. Juni:
Fastfood auf fernöstliche Art
Bruno Lustenberger: Japanisches Lunchkonzept für die Schweiz

***

Im Netz findet man wieder einmal nichts dazu. Was ist bloss mit der Gastrobranche los?
Auf der Website des St. Galler Handelstags 2006 finde ich nur folgende Meldung:
Innovations-Marktplatz
Le Patron belegt mit dem «kulinarischen Laptop» bei der Umfrage nach dem Hersteller des innovativsten Produktes am Innovations-Marktplatz den 1. Platz.
Auch auf der Le Patron Website findet sich nichts. Dazu müsste ich wohl den Newsletter abonnieren.

Und die Kotobuki Website ist mit Google nicht auffindbar. Zum Schluss habe ich sie dann doch noch gefunden. Aber auch hier nichts:
Kotobuki Website.

05/6 Jungstars? Schweizer Nachwuchsköche im Gault Millau

Unter dem Titel "Die Besten der Jungstars" kam gestern ein Artikel in der NZZ am Sonntag. Aus dem Artikel wird leider nicht klar ersichtlich, ob es sich hier um die neuen 15 oder 16 Punkte-Köche des Gault Millau handelt, aber zumindest legt es der Artikel von Franziska Richard nahe. Man müsste das also noch verifizieren.

Die Vorgestellten sind:

Weiter ...

12/2 Inventar des kulinarischen Erbes der Schweiz und Urchuchi

Ich hatte bereits einmal über das Inventar des kulinarischen Erbes der Schweiz berichtet, dazumal fehlten anscheinend noch CHF 700'000.-.

Andreas Merz berichtet in der heutigen Ausgabe der NZZ am Sonntag erneut und grosszügig übers Projekt. Wichtige Rollen dabei spielen Franziska Schürch und Heike Zimmermann, sie
erstellten eine Systematik aus rund 70 Kategorien, nach der die gesammelten Produkte geordnet wurden. Bis im Sommer 2006 stellen nun die Kantonsvertreter für jedes Produkt, das auf der Liste verblieben ist, ein Dossier zusammen. Nahrungsmittel, die in der ganzen Schweiz verbreitet sind, wie die industriell produzierten Lebensmittel oder die verschiedenen Sorten von Alpkäse, werden von den beiden Volkskundlerinnen selbst bearbeitet. Vor allem aber sind sie dafür verantwortlich, dass methodisch und inhaltlich alles korrekt läuft, was bei der grossen Zahl an Projektmitarbeitenden nicht einfach ist.

Das Inventar wird als elektronische Datenbank geführt. Es ist vorgesehen, das Ganze auch als Buch zu publizieren. Auf der Website ist indessen noch wenig herauszufinden.

***

Etwas konkreter siehts da schon beim Buch Urchuchi aus. Aus dem Pressetext:
Restaurantführer gibt es wie Sand am Meer. Aber keinen, der sein Augenmerk so konsequent auf die "Sensation des Authentischen" legt: 70 Restaurants, in denen Schweizer Spezialitäten wie Capuns, Zigerhörnli, Hacktätschli oder Saurer Mocken frisch und innovativ zubereitet werden, stellt Urchuchi in ausführlichen Reportagen vor.

Dazu kommen rund 300 weitere Restaurant- und Einkaufstipps, Hintergrundberichte über wieder entdeckte alte Schweizer Produkte wie den Ribelmais, die blauen Kartoffeln oder Topinambur bis hin zu jüngeren Schweizer Erfindungen wie der Heusuppe, dem Bärlauchschnaps oder dem Wiliisauerringli-Parfait.

Nach dem ersten Band, der sich auf die Spezialitätenküche in der Deutschschweiz und in Graubünden konzentriert, erscheint vom gleichen Autor anfangs Herbst 2006 Band 2 der Urchuchi mit Restaurants und Spezialitäten aus dem Tessin, sowie im Sommer 2007 Band 3 mit dem Thema Romandie.
Beiträge  1 - 10 /20